Sprachstrategie der Deutschen Minderheit 2027-2031
Was ist das und für wen wurde sie verfasst?
Die deutsche Sprache ist ein wichtiger Teil der Identität der deutschen Minderheit. Sie verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Aufgrund historischer Erfahrungen und heutiger gesellschaftlicher Herausforderungen ist es jedoch keine Selbstverständlichkeit, dass Deutsch im familiären, sozialen und öffentlichen Leben lebendig bleibt.
Die Sprachstrategie setzt einen neuen Rahmen für die Spracharbeit der Deutschen Minderheit in Polen. Sie
- bündelt praktische Erfahrungen
- benennt zentrale Herausforderungen
- formuliert konkrete Ziele
- versteht Spracharbeit als Querschnittsthema, das Bereiche wie Bildung, Kultur, Jugend, Medien und gesellschaftliches Engagement miteinander verknüpft.
Ein besonderer Fokus liegt auf jungen Menschen: Deutsch soll für sie nicht nur eine Sprache zum Lernen sein, sondern ein selbstverständlicher Teil ihres Alltags und ihrer Identität.
Die Strategie ist für alle Mitglieder der Deutschen Minderheit Einladung und Verpflichtung zugleich. Gemeinsam sollen sie die deutsche Sprache als lebendiges Erbe der deutschen Minderheit in Polen bewahren, stärken und weiterentwickeln.
Die Sprachstrategie wurde von der Dachorganisation der Deutschen Minderheit (VdG) erarbeitet, mit den Organisationen in ganz Polen konsultiert, vom Vorstand des Verbandes der deutschen Gesellschaften verabschiedet und im Mai 2026 den Delegierten aller Organisationen der deutschen Minderheit aus ganz Polen vorgestellt. Sie soll den Organisationen der Deutschen Minderheit in den Jahren 2027–2031 als Wegweiser dienen.
Wie ist sie aufgebaut?
Die Sprachstrategie der Deutschen Minderheit besteht aus vier Teilen: Aktueller Stand, SWOT-Analyse, TOWS-Matrix und Aktionsplan.
- Zunächst werden die Sprachprojekte der Organisationen dargestellt.
- Im zweiten Teil des Dokuments wird eine SWOT-Analyse durchgeführt. Sie dient dazu, die Stärken und Schwächen der Organisationen und ihrer Sprachprojekte sowie Chancen und Risiken im Umfeld zu erfassen. Dabei werden interne Faktoren betrachtet, die die Organisationen selbst beeinflussen können, und externe Faktoren, auf die sie keinen direkten Einfluss haben. Die Analyse orientiert sich an der aktuellen Situation und berücksichtigt mögliche Entwicklungen in naher Zukunft. Da die Rahmenbedingungen regional sehr unterschiedlich sind, treffen die identifizierten Faktoren nicht auf alle Organisationen gleichermaßen zu.
- Die TOWS-Matrix verknüpft im dritten Teil der Strategie diese Faktoren und leitet daraus strategische Handlungsoptionen ab.
- Den Abschluss bildet ein Aktionsplan mit konkreten Zielen und Erfolgskriterien.
Die Strategie wird als inhaltlicher Rahmen mit Empfehlungen und Impulsen für die weitere Spracharbeit verstanden. Sie soll dazu beitragen, bestehende Projekte qualitativ weiterzuentwickeln, neue Initiativen anzustoßen und die Zusammenarbeit der Organisationen auf regionaler Ebene zu stärken.
Der ganze Text der Sprachstrategie:
Strategie der Spracharbeit der Deutschen Minderheit 2027-2031

























